Wenn Lebensbrüche die Biografie ins Ungewisse wenden

Erfolg: Fehlanzeige
Es sind einmal nicht Erfolgsgeschichten, die unter dem Titel „Lebensbrüche“ ihr Publikum suchen. Die Katholische Erwachsenenbildung im Stadt- und Landkreis Heilbronn e.V. (KEB) und der K-Punkt, Anlaufstelle für die Öffentlichkeit im Heinrich-Fries-Haus, thematisiert Lebensbrüche als Einschnitte in Biografien, die Lebens- oder Karrierepläne und persönliche Welten verändern.

Orientierung finden
Wenn die Biografie Risse bekommt, neue Orientierung finden und wieder positiv und hoffnungsvoll werden: darum geht es in den Gesprächen nach Talkshow-Muster. Erfolgreich waren im Vorfeld die Schüler der Grafik-Design-Ausbildung des Kolping-Bildungszentrums, die sich aus gestalterischer Perspektive mit der Reihe beschäftigten. Als gute Nachbarn kooperieren die Bildungseinrichtungen in der Heilbronner Bahnhofstraße in verschiedenen Projekten.

Mut, sich zu öffnen
In einem kleinen Wettbewerb gewann Judith Stoll den ersten Preis und 150 Euro mit einem nüchternen Entwurf, der in Typografie und Form das Thema „Bruchstellen“ umsetzt. Zweite wurde Maja Krück und Dritte Nathalie Bodemer. Mit gerade 20 Jahren hat Preisträgerin Stoll Bewunderung für die Gäste, die sich mit ihren persönlichen Erfahrungen der Öffentlichkeit stellen: „Ich finde das mutig, sich auf diese Weise zu öffnen“, sagt sie.

Nächster Termin
Am Montag, 28. November 2011, 18 Uhr, ist Katharina Klara Schridde Talkgast von Ulrike Nowak (SWR) im Heinrich-Fries-Haus, Bahnhofstraße 13. Für die olympiaverdächtige Höchstleistungsschwimmerin und Abitur-Jahrgangsbeste war die Trennung der Eltern ein tiefer Einschnitt: Sie lebte auf der Straße, erfuhr Gewalt und fand Jahre später eine neue Heimat.

Stehempfang beim Villa-Nestle-Nachbarn im Heinrich-Fries-Haus.
Natalie Bodemer (rechts) ist eine der Preisträgerinnen.
KEB-Geschäftsführer Norbert Hackmann gratuliert Maya Krück.
Mitschüler der Gewinnerinnen waren zur Preisverleihung eingeladen.
Samstag, 4. Februar 2012
Qualitätsgemeinschaft