Bundesverdienstkreuz für Ulrich Ruisinger

Staatssekretär Dieter Hillebrand (li.) übergab Ulrich Ruisinger das Bundesverdienstkreuz.

Ulrich Ruisinger, ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender und langjähriges Mitglied des Kolping-Bildungswerks (KBW), hat für seine ehrenamtliche Tätigkeit das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Am Freitag übergab Staatssekretär Dieter Hillebrand die von Bundespräsident Horst Köhler verliehene Auszeichnung im Rahmen eines Festakts in der KBW-Zentrale in Stuttgart.  

„Ulrich Ruisinger hat als Motor und Mensch mit Zielen und Visionen zusammen mit Vorstand und Aufsichtsrat ein respektables Bildungsunternehmen entwickelt, das weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet“, würdigte der KBW-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Bolsinger das Werk des Geehrten. Seit über 50 Jahren engagiert sich  Ulrich Ruisinger (78), Diplom-Ingenieur und Oberstudiendirektor i.R., in kirchlichen und berufsständischen Einrichtungen und dabei besonders im Kolping-Bildungswerk.  

1962 war Ruisinger Geburtshelfer bei der bundesweit ersten Abendmittelschule, an der Erwachsene den Realschulabschluss machen konnten. Das war an staatlichen Schulen nicht möglich. Seither hat Ulrich Ruisinger die Errichtung von Schulen des zweiten Bildungswegs gefördert - schon 1967 wurde das erste Kolping-Kolleg in Baden-Württemberg mit Abschluss Abitur ins Leben gerufen. Als Vorstandsvorsitzender und seit 2001 als Aufsichtsratsvorsitzender wirkte er maßgeblich am Aufbau des KBW mit, das heute mit 37 Schulen an zwölf Standorten in Baden-Württemberg vertreten ist.

„Ulrich Ruisinger hat bei seinem Ausscheiden 2008 große Spuren hinterlassen. Es ist ihm gelungen, das Kolping-Bildungswerk rasch und effizient zu professionalisieren. Seiner Mitwirkung ist die erste Unternehmensphilosophie und die Einführung der betrieblichen Altersvorsorge zu verdanken“, sagte Staatssekretär Hillebrand in seiner Laudatio. Dabei sei es Ulrich Ruisinger wichtig gewesen, christliche Werte und moderne Unternehmensführung in der Erwachsenenbildung zu verbinden.  

Seine ehrenamtliche Schaffenskraft setzte Ulrich Ruisinger auch beim Kolpingwerk und den Kolpingsfamilien ein. Von 1956 bis 1963 war er Vorsitzender der Kolpingsfamile Stuttgart-Zentral, seit 2006 ist er Vorsitzender der Kolpingsfamilie Reutlingen. Im Kolpingwerk war er in verschiedenen Gremien der beruflichen Bildung vertreten. Aber damit nicht genug. Er ist seit 2005 Vorstandsmitglied im Bildungswerk Ochsenhausen e.V. und gehört seit 1995 dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Zweiter Bildungsweg (AZB) in Friedrichshafen, wo er auch Vorstandsmitglied des Beschäftigungsunternehmens und Bildungsträgers "Zukunft am Bodensee gGmbH" ist.

Zusammenfassend für das ehrenamtliche Wirken des neuen Bundesverdienstkreuzträgers zitierte der Staatssekretär einen Ausspruch von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes – außer, man tut es.“

Samstag, 31. Juli 2010
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