Zum Jubiläumsjahr: Ausstellung Grafik - Zeichnung - Fotografie

FMT-Schüler Roman Gerz
Anregend: Die Schülerarbeiten in der SfG-Werkschau. Fotos: kbw

Seit zehn Jahren beginnen an der Schule für Gestaltung  kreative Berufswege –Werkschau in der Kreissparkasse 

Qual der Wahl
Ein Fundus von Zehntausenden Bildern ist im Digital-Zeitalter nichts Besonderes. Für die Schule für Gestaltung (SfG) des Heilbronner Kolping-Bildungszentrums aber schon: Sie feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen. Für ihre Werkschau „Unter der Glaspyramide“ in der Opens external link in new windowKreissparkasse Heilbronn (KSK) stellte das Projektteam unter Normen Stoll aus unzähligen Bildern eine Auswahl zusammen, die zum 10. Geburtstag der Schule deren Entwicklung seit Gründung 2001 dokumentiert. “Grafik - Zeichnung - Fotografie“ ist der Auftakt zu einem Veranstaltungszyklus 2011 überschrieben. Über das ganze Jahr verteilt geben Ausstellungen und die Vortragsreihe „Junge Gestalter“ Einblick in das Schulleben, in aktuelle Projekte und in die Zukunft der Kreativ-Disziplinen, die in der Heilbronner Villa Nestle gelehrt werden.

Rundgang
Rundgang durch die Werkschau.
Joachim Schmutz
Joachim Schmutz.
SfG-Dozentinnen
SfG-Dozentinnen.
Große Kulisse für Schule für Gestaltung
Große Kulisse.


Von Anfang an
Rund 100 Schülerarbeiten von den Anfängen bis heute schmücken den Ausstellungsraum der KSK. Sie zeigen, womit sich angehende Grafik Designer und Foto- und medientechnische Assistenten in der Bahnhofstraße tagtäglich beschäftigen. Auf dem Rundgang durch die Schalterhalle der Bank bekommt der Betrachter einen Zugang zur Vielfalt gestalterischen Schaffens. Zur Vernissage haben über 200 Besucher nachvollzogen und diskutiert, wie junge Menschen ihre Welt sehen.

Sprechende Buchstaben: Ein Besucher betrachtet die Typoplastik "Autopsie".
Typo-Skulpturen,
Zur Vernissage ganz groß: die Fotos vom Beauty-Shooting in den Stuttgarter Snap Studios.
Foto-Projektionen,
Zeichnungen, Fotografien und Collagen gibt es in der KSK zu sehen.
Zeichnungen,
Foto- Medientechnik-Fachbereichsleiter Jürgen Häffner (Mitte) mit KSK-Eventmanager Späth und Pressereferentin Natalie Schuler-Perrin.
Vernissage-Talk.

Dazulernen
Punkt. Linie. Fläche. So fängt das Lernen im Fach Grafik Design an und so skizziert die Schau, wie Grundfertigkeiten vermittelt werden: Feinste Tuschearbeiten, papierne Ziselierungen, die durch Wiederholung, Licht und Schatten wirken oder Typografie-Skulpturen, die Buchstaben plastisch Bedeutung geben sind Unterrichtsergebnisse. Im Freien Zeichnen entstehen Bleistift- oder Kuli-Aktzeichnungen, ausgereift wirkt die Karikatur des Amtsschimmels, vor der die Vernissagegäste schmunzelnd stehen blieben.
Auf Bildschirmen zeigen die Schüler Fotografien und Zeichnungen als Ergebnis einer Studienreise nach Venedig, die Bildschirm-Animationen, die auf der Internetseite der Wilhelma zu sehen sind und, am Vernissageabend ganz groß, eine Opens internal link in current windowBeauty-Fotoserie, die erst Mitte März in einem Stuttgarter Profi-Studio entstand. Schüler nutzen Farbe zur Hervorhebung grafischer Strukturen, zeigen mit ihren Porträt- oder Architekturfotografien ein Stück von sich selbst und nutzen Medientechnik für surreale Bild-Kompositionen.

Ilona Bräuninger, Leiterin des Kolping-Bildunsgstenrums Heilbronn
Ilona Bräuninger
Dozenten von der ersten Stunde bis heute
SfG-Dozenten
Über 200 Gäste kamen zur Vernissage
Eröffnungspublikum
Exponate fordern zur Auseinandersetzung auf
Interessierte Gäste


Förderung
Es ist diese große Bandbreite der Möglichkeiten, die den Gastgeber reizte, junge, noch nicht etablierte Gestalter Unter die Glaspyramide einzuladen: „Menschen in der Ausbildung zu fördern, gehört zu unserem Auftrag“, erklärte Joachim  Schmutz, Leiter des KSK-Vorstandsstabs. Den Jugendlichen aus der SfG bietet sein Haus nach der Verleihung des Handwerkspreises im vergangenen Winter zum zweiten Mal ein Forum, sich zu präsentieren. „Uns verbindet eine Zusammenarbeit, die sich sehr schön entwickelt“, sagt Schmutz. Ilona Bräuninger, Leiterin des Kolping-Bildungszentrums Heilbronn, freute sich über das überwältigende Interesse an der Ausstellung und verband mit ihrem Dank an die KSK den an SfG-Schulleiter Horst Strümann. Unter seiner Führung habe sich aus der „verwunschenen Villa Nestle in der Heilbronner Bahnhofsvorstadt“ ein „hervorragender Ort des Lernens und Experimentierens“ entwickelt. Eine besondere Atmosphäre zeichne die Schule aus, bestätigte auch Eröffnungsrednerin Professor Isabel Jägle von der Hochschule Darmstadt. Als ehemalige Dozentin habe sie der Kollegenkreis aus „lauter hochkarätigen Profis“ überzeugt, der den Schülern in der Zeit, in der sie auch erwachsen werden, eine „ganz fundierte Ausbildung“ mitgebe. Sie wünschte, dass die Schule mit immer neuen guten Ideen weiter wachse.


Donnerstag, 17. Mai 2012
Qualitätsgemeinschaft