InCoso – Interkulturelle Kompetenz für Beschäftigte im sozialen Bereich

Das europäische Auswahlverfahren für die neue Aktionslinie Leonardo da Vinci Partnerschaften ist abgeschlossen. Der Nationale Auswahlausschuss hat am 29. Juli 2008 die Förderung der im europäischen Matching-Verfahren ausgesuchten 85 Projekte beschlossen. Somit können von den in Deutschland eingereichten Partnerschaftsanträgen knapp mehr als die Hälfte gefördert werden. Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag bewilligt wurde. Wir hatten ihn als Koordinator für 6 weitere europäische Institutionen eingereicht.

Die Partnerschaft "InCoso" besteht aus Bildungseinrichtungen und NRO (Nicht-Regierungs-Organisationen). Ziel des Projektes ist es, interkulturelle Themen in den angebotenen Ausbildungen zu verankern oder zu verbessern.

Die Partnerschaft setzt sich zusammen aus Ländern mit einem hohen Prozentsatz an Migranten und langer Erfahrung in interkulturellen Themen und anderen, die erst kürzlich mit dieser Situation konfrontiert wurden und gerade beginnen, dieses Thema in ihre Ausbildung zu integrieren. Die teilnehmenden Institutionen bieten berufliche Aus- und Weiterbildung für Angestellte im sozialen Bereich - Sozialarbeiter ebenso wie Beschäftigte im Bereich der Früherziehung an. Da wir in einem Zeitalter zunehmender Migration und kultureller Vielfalt leben, müssen Beschäftigte an ihren Arbeitsplätzen mit Personen aus verschiedenen Ländern und Kulturen umgehen. Die meisten von ihnen sind für diese Herausforderung in ihren Berufsausbildungen nicht vorbereitet worden.

Zielsetzung des Projektes ist, Empfehlungen für gute Praxis in der Vermittlung interkultureller Kompetenz zu entwickeln um diese sowohl an Institutionen, die im gleichen Feld arbeiten, als auch an Arbeitgeber im sozialen Bereich weiterzugeben. Des Weiteren sollen Hilfsmittel zur Unterstützung der Umsetzung dieser Empfehlungen erarbeitet werden. Das Material soll auch dazu dienen, die Arbeit in den Partnerorganisationen zu verbessern. Wir möchten das Bewusstsein für die Wichtigkeit interkultureller Kompetenz erhöhen. Lernende, Arbeitgeber und Interessenvertreter werden in den Prozess miteinbezogen. Interkulturelle Kompetenz muss ein fester Bestandteil der angebotenen Ausbildungen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir die Art und Weise, in der interkulturelle Themen bei den Partnern vermittelt werden, vergleichen und evaluieren.  Eine Reihe von Treffen, Übungen und Workshops unter Einbeziehung der Lehrer, Kursteilnehmer und Arbeitgeber soll auf der Basis vorhandener Beispiele Empfehlungen für künftige "Good Practice“  aufbauen. Eine Sammlung von Hilfsmitteln zur Unterstützung dieser Empfehlungen wird auf CD-ROM zur Verfügung stehen und verteilt werden.

Die Kursteilnehmer/-inen werden ermuntert, ihre eigenen Erfahrungen zu reflektieren. Die Reflexion der linguistischen und kulturellen Unterschiede wird das Endprodukt anreichern. Prozessbegleitende Evaluation findet durch Pilotaktionen und Feedback, z.B. von Fokusgruppen, in den teilnehmenden Institutionen statt. Eine Umfrage zur Auswirkung des Projektes auf die Integration interkultureller Themen in die Ausbildung der Beschäftigten im sozialen Bereich wird durchgeführt werden.

Die Partner werden ihre vorhandenen Netzwerke nutzen, um das Projekt und seine Produkte zu verbreiten. Mit der Verbreitung über soziale Netzwerke (Websites) wird experimentiert werden.

Projektpartner
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCentrum voor Volwassenenonderwijs, Sociale School Heverlee, Heverlee, Belgien
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPrintel Oy / Edufin, Vantaa, Finnland
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCardiff School of Health Sciences, University of Wales Institute, Cardiff, Wales
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterHellenic Regional Development Centre – HRDC, Patras, Griechenland
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBerufsförderungswerk Steiermark (bfi), Graz, Österreich
Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterMittetulungusühing Inimeselt Inimesele, People to people, Tallinn, Estland
Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., Kolping-Bildungszentrum Stuttgart, Deutschland (Koordinator)

Assoziierte Partner
Korso-Asola health and social care centre, Vantaa, Finnland
Päevakeskus Käo (Day Care Center Käo), Tallinn, Estland
Tallinna I Internaatkool (Tallinn I Boarding School), Tallinn, Estland

Ansprechpartnerin
Bettina Killinger, Leiterin EU point projects & more
bettina.killinger(at)kolping-bildungswerk.de

EU-Förderprogramm
Leonardo da Vinci – Lernpartnerschaften

Fördersumme
17.000 €

Förderzeitraum
01.08.2008 - 31.07.2010

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Samstag, 4. Februar 2012
Qualitätsgemeinschaft