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Hilfe, die ankommt!

SchülerInnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums engagieren sich für Flüchtlingsprojekte

 

Die Befähigung des Menschen, „Verantwortung in allen Lebensbereichen, in der Gesellschaft und der Umwelt zu übernehmen“  stellt einen der wichtigsten Grundsätze der Kolping-Pädagogik dar.  Dass sich die SchülerInnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums diesem Leitgedanken verpflichtet fühlen, zeigten sie durch ihr großes Engagement an verschiedenen Flüchtlingsprojekten. Auf eigene Initiative schlugen sie drei soziale Projekte vor, für welche sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zur Mithilfe aktivierten:

(1)    Aktion „Heilbronn schenkt Licht“

Das Deutsche Rote Kreuz  (DRK) in Heilbronn startete ein großes Hilfsprojekt, welche ein deutliches Zeichen setzt:
Ein Licht für Menschlichkeit und Solidarität. Der Spendenerlös soll der Hilfe und Integration von traumatisierten Flüchtlingen dienen, insbesondere Kindern, Jugendlichen und Frauen im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Konkret gestaltet sich das Hilfsprojekt darin, dass Bürger für eine Fünf-Euro-Spende ein Licht in einer großen Lichterkette symbolisch erwerben können, die am 19. Dezember in einer Art Lichterzug den Heilbronner Wartberg erhellen soll. Der Ehrgeiz wurde zusätzlich durch die Anmeldung beim Guinness-Buch der Rekorde geweckt, als der „größte beleuchtete Weinberg“ aller Zeiten.
Begeistert von diesem außergewöhnlichen Benefizgedanken, boten die SchülerInnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums  ihre Hilfe und Unterstützung  an, welche sich im symbolischen Verkauf der Lichter auf dem Heilbronner Weihnachtsmarkt zeigte.  Doch auch die Band der Schule, die SG-Band, möchte ihren Beitrag leisten:  Sie wird die Abendveranstaltung musikalisch umrahmen, um somit für die entsprechende vorweihnachtliche Atmosphäre zu sorgen.

 

(2)    Unterstützung der Kleiderkammer der Aufbaugilde Heilbronn

Ein „Ohjeee“  hörte man die Schülerinnen und Schülern des SGs murmeln, als sie am Nikolaustag die Hallen der Aufbaugilde betraten und sich ihnen der Anblick von Hunderten von Kleidersäcken und Kartonagen, die sich dort stapelten, bot. Dazwischen eine Handvoll Ehrenamtlicher, die versuchten, dieser Massen Herr zu werden. Unter ihnen Kim Pfeifer, Schülerin der  Jahrgangsstufe 2 des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums, welche diese Schüleraktion ins Leben rief.  Nach einer kurzen Einweisung zögerten die SchülerInnen nicht lange und begannen mit der Sortierung der Kleider- und Sachspenden, welche der Erstausstattung der Heilbronner Flüchtlinge zu Gute kommen.  Ein Dank geht an die fleißigen Helfer, die an einem Sonntagnachmittag ihre Zeit für diese mühselige Arbeit zur Verfügung stellten. Einige waren sich sicher: „Wir kommen wieder!“

 

(3)    Flüchtlings-Patenschaft

Integration, Sprachvermittlung und Freundschaft – diese Begriffe stehen für Maja Fritsch, Schülerin aus der Eingangsklasse des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums, ganz oben. Zusammen mit ihren Kolleginnen im Heilbronner Jugendgemeinderat initiierte sie das Flüchtlingspatenschaftsprojekt „Welcome“ von „einheimischen“ Jugendlichen für jugendliche Flüchtlinge und MigrantInnen.  Bei  verschiedenen kulturellen Freizeitaktivitäten, wie Sport, Kino- oder Stadtbesuchen soll die  Möglichkeit geboten werden, die deutsche Kultur besser kennenzulernen sowie Sprachkenntnisse zu vertiefen und einzuüben.   
Auch hier wird ein Leitgedanke der Kolping-Pädagogik in die Praxis umgesetzt:  „Menschen Bildung  vermitteln und ihnen die Stärke geben, Umbruchsituationen besser zu bewältigen“.                                          
                                                                                                                                                                             
Julia Wiesberg