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Schulsozialarbeit an den Beruflichen Schulen

 

Das Projekt

Im Allgemeinen wechseln Schüler aus den allgemeinbildenden Schulen nach Ende ihrer Schulzeit in eine Berufliche Schule zur schulischen Ausbildung oder in eine betriebliche Berufsausbildung. Wer dies nicht auf direktem Weg erreicht, absolviert meist eine Zwischenqualifizierung - das so genannte Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) - an einer Beruflichen Schule. Viele BVJ-Schüler/-innen haben eine Förder- oder Hauptschule besucht und haben kein oder ein schlechtes Abschlusszeugnis. Oft weisen sie soziale Defizite wie Leistungs- und Lernschwächen auf und verfügen nur über unzureichende Fähigkeiten und Möglichkeiten, ihre Lebensentwürfe selbständig zu planen.


Ziel des Projekts Schulsozialarbeit an Beruflichen Schulen war es, die BVJ-Schüler/-innen zu motivieren, eine Lebens- und Berufsperspektive zu entwickeln und ihnen dabei zu helfen, diese umzusetzen. Konkret heißt das, dass die BVJ-Schüler/-innen bei der Berufswahl und Ausbildungssuche unterstützt und auf eine Ausbildung bzw. Berufstätigkeit vorbereitet wurden. Für die Umsetzung dieser Aufgabe waren Jugendberufshelfer (Jugendsozialarbeiter) des Kolping-Bildungszentrums Schwäbisch Hall / Crailsheim verantwortlich, die in den beiden Beruflichen Schulen des Landkreises Schwäbisch Hall / Crailsheim eingesetzt wurden. Sie betreuten 680 Schüler/-innen des BVJ und boten regelmäßige Sprechstunden an. Im Rahmen von Einzelfallhilfen erarbeiteten sie mit den Schüler/-innen individuelle Zukunftspläne, vermittelten Kontakte zu Beratungsstellen und Behörden und unterstützten bei der Lehrstellensuche und bei Bewerbungen. Auch die Eltern der BVJ-Schüler/-innen wurden in die Betreuung involviert.


Wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Schulsozialarbeit ist die enge und zielgerichtete Zusammenarbeit mit den zuständigen Klassenlehrer/-innen sowie allen an der Ausbildung von Jugendlichen beteiligten Stellen. Deshalb fanden zweimal pro Schuljahr regionale Arbeitskreise statt. Beteiligt waren die Schulen, der Landkreis (Jugendamt), die örtliche Arbeitsagentur sowie die Schulsozialarbeiter.


Gemeinsam wurde auf das Ziel hingearbeitet, allen Teilnehmer/-innen am Ende des BVJ eine Perspektive zu eröffnen. Dieses ehrgeizige Ziel stand unter dem Motto "Kein Abschluss ohne Anschluss". Insgesamt konnte eine Vermittlungsquote von 80% erzielt werden. 167 Schüler/-innen fanden eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle, 381 wechselten nach Abschluss des BVJ an eine weiterführende Schule oder in eine berufsvorbereitenden Maßnahme.

 

Projektträger
Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., Stuttgart, Deutschland

Ansprechpartnerin
Axel Schmidt, Leiter Standort Crailsheim
axel.schmidt@kolping-bildunsgwerk.de

EU-Förderprogramm
ESF Ziel 3

Fördersumme
107.281 €

Förderzeitraum
01.10.2004 - 30.09.2006

Unterstützt durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

ESF Baden Württemberg EU