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Expressionismus am Beispiel Karl Schmitt-Rottluffs – ein Projekt


Erstmals durchgeführtes Mal-Projekt am Berufskolleg Fremdsprachen ist ein voller Erfolg

„Anfangs stimmte ich diesem Projekt nicht zu, da ich es als Zeitverschwendung ansah. Aber als ich mich mitreißen ließ und anfing zu malen, war es so, als würde es für diesen Moment nichts anderes geben als das Malen.“ Positiv ist das Feedback nicht nur dieses einen Schülers, auch die anderen Schüler der Klassen 1a und 1b des Berufskollegs Fremdsprachen des Kolping-Bildungszentrums Heilbronn waren überrascht, wie viel Enthusiasmus sie entwickelten: Ein voller Erfolg war das Mal-Projekt zum Thema „Expressionismus“, dessen Ergebnisse im Rahmen einer Vernissage nun in der Aula der Einrichtung vorgestellt wurden.
Mit diesem zum ersten Mal durchgeführten Angebot im Fach „Projekt-Kompetenz“ habe man ein Experiment gewagt, erklärt Helena Leuven. „Die Schüler waren zunächst irritiert und haben sich aufgelehnt. Sie sahen keinen Zusammenhang zu ihrer fremdsprachlichen Ausbildung“, so die Schulleiterin. „Aber die Erfahrung, sich auf etwas Neues einzulassen, ist wichtig in Bezug auf Fremdsprachen, andere Kulturen und andere Menschen.“
Beeindruckt zeigt sich Helena Leuven sowohl vom Niveau der entstandenen Bilder als auch von dem intensiven und selbstvergessenen Engagement der Schüler während des mehrwöchigen Projektes. Vorausgegangen war diesem ein Besuch der Ausstellung „Reiner Ausdruck“ mit Werken des expressionistischen Künstlers Karl Schmidt-Rottluff in der Heilbronner Kunsthalle Vogelmann. Nach einer anschließenden theoretischen Annäherung an das Thema mit Referaten zu Person, Werken und Stilmitteln des berühmten Malers, widmete man sich unter Anleitung der beiden Lehrkräfte Milena Völler und Diethelm Wonner dem Expressionismus dann in der Praxis: Gruppenweise suchten sich die Schülerinnen und Schüler ein Werk aus und übertrugen es vergrößert auf Leinwände. „Am Anfang war es etwas holprig. Aber die große Herausforderung entwickelte sich zu einer spannenden Sache. Die Schüler haben viel gelernt. Auch über sich selbst“, lobt Milena Völler. Diethelm Wonner ergänzt: „Für die Teilnehmer war es in erster Linie ein Erfahrungsprozess. Die Entwicklung der Schüler war faszinierend. Sie sind ein Teil der Bilder geworden.“