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Berührungsängste abbauen und Barrierefreiheit realisieren

 

Schülerprojekt zur Inklusion unter dem Motto  „Wie viel anders ist normal?“  – Spende an Astrid-Lindgren-Schule

 

Sichtlich schwierig gestaltet sich die Fahrt im Rollstuhl durch den schmalen und mit Hindernissen versehenen Gang. Ganz auf sich alleine gestellt, müssen die Schülerinnen und Schüler die Barrieren aus dem Weg räumen, dazu die engsten Kurven bewältigen. Überrascht sind die Jugendlichen auch davon, sich als blinde Person auf Sinne wie Fühlen und Schmecken verlassen zu müssen: Mit verbundenen Augen sollen verschiedene Gegenstände sowie unterschiedliche Obstsorten identifiziert werden. Eindrücklicher und realistischer hätten die aufgebauten Stationen wohl kaum vermitteln können, welchen Alltagssituationen behinderte Menschen ausgesetzt sind. Und nur wer diese kennt, kann ihnen gegenüber Unsicherheiten und Vorurteile abbauen.
 

Unter dem Motto „Wie viel anders ist normal?“ führten die Klassen 13a+b am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium des Kolping-Bildungszentrums Heilbronn im Wahlfach „Sozialmanagement“ ein mehrwöchiges Projekt zur Inklusion durch. Unter der Leitung von Fachlehrerin Elke Kummler wurden die Ergebnisse nun eindrucksvoll den Mitschülern der Klassen 11 und 12 präsentiert: Bevor diese in die Situation behinderter Menschen versetzt wurden, vermittelte man im theoretischen Teil wissenswerte Statistiken, definierte den Begriff „Behinderung“ hinsichtlich körperlicher, geistiger sowie seelischer Art und zeigte Verhaltensweisen im Umgang mit Behinderten auf. Das Fazit: „Inklusion geht alle an. Damit diese gelingt, müssen Berührungsängste abgebaut und Barrierefreiheit realisiert werden.“ Denn: Beschwerliche Alltagssituationen ebenso wie die Einstellung anderer Menschen erschweren die Situation behinderter Menschen zusätzlich.

 

Auch von positiven Erfahrungen konnten die Projektteilnehmer berichten: Im Rahmen der Durchführung hatten sie einen Tag an der Neckarsulmer Astrid-Lindgren-Schule verbracht, deren Schwerpunkt auf der Förderung körperlich und geistig behinderter Jungendlicher liegt. Da war schnell klar, einen Kuchenverkauf zu organisieren und die Einnahmen ebenso wie die privat eingegangenen Spenden der Kooperationseinrichtung zu überreichen: Zur Freude der Schüler kamen hier insgesamt 335,00 Euro zusammen. Die Spende wird bei der Abschlussfeier am letzten Schultag überreicht.

Khattab