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STUDIENFAHRT NACH DUBLIN 2016 KLASSE 2b


 

Montag, 9. Mai

Der Beginn unserer fünftägigen Reise nach Dublin war auf den 9. Mai 2016 datiert. An diesem Montag trafen wir uns mit unserer Klassenlehrerin Frau Wiesberg sowie unserer Begleitkraft Herr Karnowsky (Sport) um 6.00 Uhr am Busbahnhof Heilbronn. Dies bildete den Anfang einer erfahrungsreichen Studienfahrt, welche mit einer zweistündige Busfahrt zum Frankfurter Flughafen begann. Nach dem zeitintensiven Einchecken erreichten wir nach zweistündiger Flugzeit das „Herz Irlands“, die Hauptstadt Dublin. Unsere Unterkunft, das Generator Hostel, war sehr modern, die Lounge war gemütlich und mit viel Holz, ruhigen Lichtern und Ledersesseln geschmückt. Wir bezogen unsere Zimmer und entschlossen uns zu einem Besuch in das Kulturviertel Temple Bar am Südufer des River Liffeys. Hier befinden sich viele irische kulturelle Institutionen, wie z.B. das Ark Children's Cultural Centre, das Irish Film Centre mit dem nationalen Filmarchiv, das Arthouse Multimedia Centre usw. Wir verbrachten den Abend im Temple Bar Music Centre. Dies zeichnete sich durch gute Laune, ansteckende Feierstimmung und beschwingte Musik aus. Den ersten Tag ließen wir in kleinen Gruppen entspannt ausklingen.

 

Dienstag, 10. Mai.

Der erste Tag der Studienfahrt begann im Frühstückssaal des Hostels. Den ersten Programmpunkt bildete der Besuch im Dublin Writers Museum, nördlich der O’Connell Street. Da wir im Deutschunterricht bereits Präsentationen über verschiedene irische Schriftsteller, wie beispielsweise James Joyce, Oscar Wilde und Seamus Heaney, gehört hatten, war uns die literarische Welt, in die wir dort eintauchten, nicht ganz so fremd. Mittels persönlichem Technik-Guide konnten wir uns über die Lebensläufe und die größten literarischen Werke (z.B. „Dubliners“, James Joyce 1914) der Schriftsteller informieren.

Beim Nachmittagsprogramm war die Klasse geteilt. Der Großteil besuchte das weltberühmte Guinness Store House, ein multimediales Museum über die 250 Jahre alte Geschichte des Bieres Guinness. In sieben Stockwerken wurden der Lebenslauf von Arthur Guinness sowie der Herstellungsprozess, die Vertriebswege sowie alle Arten der Bewerbung des Bieres gezeigt. Im Dachgeschoss konnte ein 360-Grad Panoramablick über Dublin genossen werden.

Einige Schüler/innen entschieden sich für den Besuch der Jameson Distillery, einer Schaubrennerei, welche im Jahre 1780 von John Jameson gegründet wurde.


Mittwoch, 11. Mai.

Am Mittwoch plante der Großteil der Klasse eine Tagestour zu den Cliffs of Moher – den bekanntesten und beliebtesten Steilklippen Irlands. Mit dem Busunternehmen Paddywagon Tours überquerten wir einmal die grüne Insel von der Ostküste zur Westküste zu den Cliffs of Moher. Auf dem Weg dorthin besuchten wir das Dunguaire Castle, das wie ein Fels in der Brandung schon seit einigen Jahrhunderten mitten in der irischen Weite seinen Platz beschützte. Weiter ging es zu den Baby Cliffs auf den schmalen Straßen Irlands. Natürlich durfte auf der Fahrt durch die Natur Irlands die typische irische Musik nicht fehlen, die uns der Busfahrer mit unbändigem Nationalstolz präsentierte. In Dauerschleife klatschten wir im Rhythmus zu ’Whiskey in the Jar‘ und hatten viel Spaß – auf Irisch: craic. Bei den Baby Cliffs angekommen, ließen wir uns von dem salzigen Wind des Meeres erfrischen und dem Bild dieser Klippen faszinieren. Um die Mittagszeit hielten wir in einem kleinen irischen Dorf und aßen zu Mittag. Das Highlight des Tages sowie der Wendepunkt dieser Tagestour waren die Cliffs of Moher, die sich über acht Kilometer erstrecken und eine Höhe von beträchtlichen 214 m erreichen. Wahlweise konnte man diese auf einer Bootstour umrunden, um sie betrachten zu können und wir hatten sogar das Glück, einen Delphin zu sehen. Danach konnte man noch entlang eines Weges auf den Cliffs laufen, auch dieser Ausblick war unheimlich faszinierend und versprach ein Gefühl von Freiheit. Innerhalb von drei Stunden fuhren wir wieder zurück nach Dublin, wo wir den Abend in kleinen Gruppen ausklingen ließen.

Ein kleiner Teil der Klasse besuchte derweil den Zoo Dublin im nahegelegenen Phönix Park, welcher ebenfalls als „grüne Lunge“ der Stadt Dublin bezeichnet wird. Der Zoo gilt als der größte Irlands und wurde im Jahre 1830 gegründet. Er ist damit der viertälteste Zoo der Welt. Neben den zootypischen Tier- und Pflanzenarten, zeichnet sich dieser Zoo vor allem durch seine Mitgliedschaft im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm aus. Die Themenanlage „African Plains“, ein großes savannenartiges Gehege,  beeindruckte uns mit ihrer Vielfalt an afrikanischen Tierarten.

 

Donnerstag, 12. Mai.

An unserem vorletzten Tag in Dublin war eine Kajaktour („Dublin City Kayaking“) auf dem Fluss Liffey geplant, welcher den „ärmeren“ Norden und den traditionell „wohlhabenderen“ Süden von Dublin trennt und damit mitten durch die Irische Hauptstadt fließt.   Beim Treffpunkt angekommen, erhielten wir eine Sicherheitsunterweisung durch  die beiden Betreuer, wie z.B. das richtige Tragen der Schwimmwesten. Die Boote waren je für zwei Schüler/innen bestimmt. Nach dem Einlassen der Boote ins Wasser startete unsere Kajaktour. Die Strecke war zum Glück gerade, so konnte sich keiner verfahren J Die Betreuer waren mit ihrem Motorboot dabei und boten den Nachzüglern ihre Unterstützung an. Es war eine spannende Erfahrung, die Hauptstadt Irlands aus einem ganz anderen Blickwinkel - nämlich vom Wasser aus - erkunden zu können.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung.  Manche zog es in die Einkaufsstraßen Dublins zum Bummeln, wieder andere nutzten ihre Zeit zum Besuch der bekannten irischen Universität Trinity College (Gründung: 1592). Den Besuchermagnet bildet dort die 1732 gebaute Alte Bibliothek, in der neben 200.000 alten Texten das berühmte Book of Kells, welches seit 2011 zum Weltdokumentenerbe gehört, beherbergt wird. Der an „Harry Potter“ erinnernde  Long Room – ein fast 65 Meter langer Raum, in dem die wertvollsten Bücher aufbewahrt werden – stellte das Highlight dieser Sehenswürdigkeit dar.    

Den Abschluss unserer Studienfahrt bildete der gemeinsame Ausklang im Gogarty  Pub, einem nach dem irischen Schriftsteller Oliver St. John Gogarty benannten Restaurant im Viertel Temple Bar. Während des Genusses eines dreigängigen Menüs hatten wir die Gelegenheit, uns über die gemeinsamen Erlebnisse auszutauschen. Zum Abschluss erhielt Frau Wiesberg noch ein kleines Dankeschön für die tolle Organisation der Reise.

 

Freitag, 13.Mai.

Der letzte Tag unserer Reise begann nach dem Frühstück mit dem Check-Out, wobei wir das Gepäck im Hostel zwischenlagern durften. Auf dem Plan stand ein letzter gemeinsamer Ausflug zur St. Patrick's Cathedral, welche als Wahrzeichen von Dublin gilt. Die Besichtigung des neugotischen Bauwerks aus dem Jahre 1191 war sehr eindrucksvoll, da sie die größte Kathedrale Irlands darstellt. 

Daraufhin hatten wir noch ein wenig Freizeit zur Verfügung, die wir in kleinen Gruppen im Park neben der Kathedrale oder in kleinen irischen Läden verbrachten. Die Busfahrt zum Flughafen sowie der Flug verliefen erneut problemlos, aber der Temperatursturz in Form eines starken Gewitters bei der Landung in Frankfurt überraschte uns. Mit der Ankunft in Heilbronn ging die Studienfahrt zu Ende.

Wie Johann Wolfgang von Goethe (1795) einst verlauten ließ: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Gemäß dieses Ausspruchs schauen wir alle auf bildende und bereichernde Erlebnisse zurück, die uns, jeden auf seine Art, geprägt haben. Jedoch kam die Studienfahrt nicht nur uns individuell, sondern ebenfalls der Stärkung der Klassengemeinschaft zu Gute. Es lässt sich resümieren, dass die Wahl unseres Reiseziels die richtige war.

                                                                        Julia Wiesberg 

 

Irischer Segen

Mögest du immer einen Freund an deiner Seite haben,
der dir Vertrauen gibt, wenn es dir an Licht und Kraft gebricht.

Mögen alle deine Himmel blau sein,
mögen alle deine Träume wahr werden,
mögen alle deine Freunde wahrhaft wahre Freunde
und alle deine Freuden vollkommen sein,
mögen Glück und Lachen alle deine Tage ausfüllen -
heute und immerzu ja,
mögen sich alle deine Träume erfüllen.

Dass jede Gabe, die Gott dir schenkt, mit dir wachse,
und dir dazu diene, denen Freude zu schenken, die dich mögen.
Dass du immer einen Freund hast, der es wert ist, so zu heißen,
dem du vertrauen kannst, der dir hilft, wenn du traurig bist,
der mit dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt.
Und noch etwas wünsche ich dir:
Dass du in jeder Stunde der Freude
und des Schmerzes die Nähe Gottes spürst -
das ist mein Wunsch für dich, und für alle, die dich mögen.
Das ist mein Wunsch für dich - heute und alle Tage.

Möge Gott auf dem Weg,
den du vor dir hast, vor dir hergehen.
Das ist mein Wunsch für deine Lebensreise.
Mögest du die hellen Fußstapfen des Glücks finden
und ihnen auf dem ganzen Weg folgen.

Möge die Straße dir entgegeneilen.
Möge der Wind immer in deinem Rücken sein.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich im Frieden seiner Hand.

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken.
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen
und der Regen um dich her die Felder tränken.
Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.
Gott möge bei dir auf deinem Kissen ruhen.
Deine Wege mögen dich aufwärts führen,
freundliches Wetter begleite deinen Schritt.
Und mögest du längst im Himmel sein,
wenn der Teufel bemerkt,
dass du nicht mehr da bist.

Gott segne jeden Schritt, den ich mache
und segne den Grund unter meinen Füßen.

Mögest du warme Worte an einem kalten Abend haben,
Vollmond in einer dunklen Nacht
und eine sanfte Straße auf dem Weg nach Hause.