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Besuch bei der VABO- Klasse im Kolping-Bildungszentrum Heilbronn

 

Am 23.06.16 haben wir, die Klassenstufe 12, im Rahmen des Unterrichts in Global Studies eine VABO-Klasse des Kolping Bildungszentrums Heilbronn besucht, wobei VABO für Vorbereitung, Arbeit, Beruf ohne Deutschkenntnisse steht. Die VABO-Klasse besteht aus Schülern, die als unbegleitete Jugendliche aus Afghanistan, Pakistan, Nigeria, Senegal, The Gambia und Syrien nach Deutschland gekommen sind. Nach einer herzlichen Begrüßungsrunde, in der wir uns sofort aufgenommen gefühlt haben, stellten wir uns als SchülerInnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums des Kolping Bildungszentrums vor. In vorherigen Stunden hatten wir schon einen Überblick über die bei uns unterrichteten Fächer und unsere anvisierten Studienwünsche vorbereitet. Nachdem uns aufmerksam zugehört wurde, waren die jungen Flüchtlinge an der Reihe. Sie konnten Fragen stellen, wenn sie noch mehr wissen wollten aber auch nachfragen, wenn ihnen etwas unverständlich war. Anschließend begannen wir unser Spiel „Speed Dating“: Dies bestand darin, dass jeder von uns in drei Minuten sich mit einem Schüler der VABO-Klasse unterhalten sollte. Dabei bestand das Gespräch aus vier vorgefertigten Fragen, die beide Gesprächspartner beantworten sollten. Nach einem Pfiff aus der Trillerpfeife der VABO-Lehrerin wurde zum nächsten Gesprächspartner gewechselt. Auf diese Vorstellungsrunde folgte eine interessante Präsentation seitens der Flüchtlinge hinsichtlich der verschiedenen Bildungssysteme in ihrem Heimatland. Hierbei stellte sich auch heraus, wie fortgeschrittenen ihre Deutschkenntnisse bereits sind, wenn man bedenkt, dass die Klasse erst seit ca. drei Monaten besteht. Unsere letzte gemeinsame Aktivität bestand aus einer Gruppenarbeit, bei der sich jeweils zwei SchülerInnen aus der Global Studies Gruppe und zwei Schüler aus der VABO Klasse zusammen schlossen und gemeinsam den Begriff der Integration definierten. Hierbei hatten alle von uns sehr viel Spaß, da lustige Wortkreationen zustande kamen und alle sich bemüht haben, den anderen besser kennen zu lernen. Es zeigte sich, die Kulturen in dieser Klasse sind bunt gemischt.Nach diesem Besuch können wir sagen, dass wir froh sind, die jungen Männer kennengelernt zu haben und man sich von jeglichen Vorurteilen lösen sollte, weil man sonst viel verpasst.

Verfasserin: Frau Dr. Christiane Weigner

 

Afrikanischer Schüler besucht SG


Wir, der Französisch-Kurs 11a/11b, durften heute die afrikanische Kultur etwas näher kennenlernen. Zusammen mit unserer Lehrerin Frau Stern haben wir den Schüler Malang eingeladen, der aus dem Senegal kommt. So bestanden zwei Unterrichtsstunden daraus, die afrikanische Kultur zusammen mit Malang kennenzulernen. Gemeinsam sangen wir ein afrikanisches Lied, wozu Malang trommelte. Er hat uns außerdem dabei geholfen ein Plakat zum Thema "Senegal" zu gestalten und selbst unsere gebackenen Waffeln hatten die Form von afrikanischen Tieren. Das Projekt hat uns sehr großen Spaß gemacht und wir danken unserer Lehrerin Frau Stern für die gute Organisation!

Verfasserin: Tina Haldenwanger, 1a


Besuch der VABO-Klassen im Sozialwissenschaftlichen Gymnasium

 

Der Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten. Drei Wochen nachdem der Global-Studies-Kurs der 12. Klasse die VABO-Klasse (Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse) im Kolping Bildungszentrum in der Bahnhofstraße besucht hatte, kamen die VABO-Schüler diesmal zu uns ins Sozialwissenschaftliche Gymnasium in die Kilianstraße. Da der Unterricht in der VABO-Klasse erst um 8:30 Uhr beginnt und die Schüler noch zu uns laufen mussten, hatten wir noch etwas Zeit, uns vorzubereiten. So wurde der Film des Goethe-Instituts zu dos and donts in Deutschland (Für alle Interessierte: www.youtube.com/watch ) angeschaut und mit dem vorbereiteten Arbeitsblatt verglichen. Als die elf Schüler der VABO-Klasse kamen, gab es noch einmal eine kurze Vorstellung. Da die meisten von ihnen aus Afghanistan kamen, schauten/hörten wir uns zuerst das Musikvideo Watanam des afghanischen Sängers Valy an.( Für alle immer noch Interessierte: www.youtube.com/watch. Watanam bedeutet in der farsischen Sprache „Heimat“ und der Titel sagt alles. Es geht um die verlorene Heimat Afghanistan und das Land, das die Jugendlichen vor Monaten zurückgelassen haben. Nach diesem Video kam der Film des Goethe-Instituts mit anschließender Gruppenarbeit. Dies bedeutete, dass sich SchülerInnen aus unserer Schule mit den Schülern der VABO-Klasse in Kleingruppen zusammen taten und die dos und donts im Arbeitsblatt mit denen ihres Heimatlands verglichen. Bei der Präsentation der einzelnen Gruppen zu den im Film angesprochenen Punkten kamen etliche Gemeinsamkeiten heraus: Natürlich muss man auch in Afghanistan pünktlich zur Arbeit und Schule kommen, aber bei inoffiziellen Treffen mit Freunden geht es schon etwas lockerer zu. Natürlich steht man beim Essen nicht auf, rülpst oder geht ins Schlafzimmer des Gastgebers und holt Bücher aus dem Regal. Aber es gibt doch auch ein paar Unterschiede: Der Ausweis muss nicht mitgeführt werden. Radfahrer haben keine Radwege und Ampeln gibt es sehr selten, so dass man auch bei Rot nicht über die Ampel fahren oder laufen kann. Unterschiedlich ist auch das Verhältnis zum Alkohol. So kann zwar Alkohol getrunken werden, aber nicht in der Öffentlichkeit und erst recht nicht während des Fastenmonats Ramadan. Anschließend folgte die Reihe an die VABO-Schüler. Sie hatten ein Plakat vorbereitet, in welchem sie die afghanischen Feiertage vorstellten, deren Bedeutung und wie diese in der Bevölkerung gefeiert werden. Das gibt es zum einen Nouruz, das Neujahrs- und Frühlingsfests, das am 20. oder 21. März in Afghanisatan aber auch von den Menschen auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten gefeiert wird. Zweitens ist da Eid al-Feter, das Fest des Fastenbrechens, welches im unmittelbaren Anschluss an den Fastenmonat Ramadan in den ersten zwei bis vier Tagen des Nachfolgemonats gefeiert wird. Drittens berichteten die Schüler über das Eid Al-Adha, dem Opferfest , das das höchste islamische Fest darstellt. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka und dauert vier Tage. Da sich der islamische Kalender nach dem Mond orientiert, kann das Opferfest zu jeder Jahreszeit stattfinden; es verschiebt sich im Sonnenkalender rückwärts um meist elf Tage pro Jahr. Der ganze Besuch dauerte zwei Stunden und ging damit über die Schulstunden hinaus. So war es ganz interessant, dass wir mit acht SchülerInnen des Kurses Global Studies begannen, zu denen sich dann die 19 SchülerInnen des Französisch-Kurses (1a und 1b) und schließlich alle 26 SchülerInnen der Klasse 1b gesellten. Ein klassischer Schneeballeffekt! Ergreifend war, dass auf einmal einer der jungen afghanischen Männer an die Tafel kam, sich zu allen wandte und sich bedankte für die Aufmerksamkeit und Liebe, die ihm in diesem Land bis jetzt entgegengebracht wurde. Das war schon schön. Und natürlich: wir überlegen schon wieder Besuche und Zusammenarbeit mit der VABO-Klasse im neuen Schuljahr.

Verfasserin: Frau Dr. Christiane Weigner