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Be all you can be!

Be All You Can Be!

Das Projekt

Be all you can be! - frei übersetzt “Mach was aus Dir“ - war das Thema unserer 2-jährigen Lernpartnerschaft mit drei Bildungseinrichtungen aus England, Frankreich und Italien. Dahinter verbarg sich das Interesse, die Bildungs- und Beschäftigungschancen von benachteiligten Personen und Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung zu untersuchen.


Wir beschäftigten uns gemeinsam mit Fragen wie beispielsweise: Welche Methoden werden in den Partnerländern genutzt, um die Menschen zu unterstützen? Wie können wir geeignete Bildungs- und Lernmöglichkeiten anbieten und die Integration in die Gesellschaft oder in das Arbeitsleben erleichtern? Wie können wir erreichen, dass sie ihr Potential ausschöpfen oder gar erweitern können?

Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit und die Partnerschaft selbst wurden beim Abschlusstreffen in England präsentiert. Es fand im Mai 2009 in Cambridge statt. Vor Abgeordneten des Parlaments, einer Vertreterin einer Förderbehörde sowie Lernenden der englischen Partnereinrichtung Red2Green und deren Angehörigen konnten auch wir unsere 2-jährige Partnerschaft reflektieren. Innerhalb der zwei Jahre entwickelte die Lernpartnerschaft ein Muster-Curriculum, das im Anschluss genutzt wurde, um unsere Bildungs- und Unterstützungsangebote einzutragen. So erhielten wir je nach Expertise der Partnerorganisation Curricula bzw. Lehrpläne für Angebote an verschiedene Zielgruppen z.B. Langzeitarbeitslose oder Menschen mit autistischem Spektrum. Wir entwickelten eine Power Point Präsentation mit Hinweisen zur Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche. Ein weiteres Ergebnis sind Curricula für das Training von Ausbilder/-innen und Berater/-innen, z.B. im Bereich Unterstützung bei Arbeitsplatzsuche oder Interkulturelle Kompetenz. Die Projektergebnisse sollen als Hilfe für die eigene Institution und andere Trainingsinstitutionen bei der Entwicklung von neuen Angeboten für die jeweilige Zielgruppe dienen. Die Projektergebnisse werden als PDF-Dateien auf den Internetseiten der Partner zum Download angeboten. Zusätzlich zu diesen Projektergebnissen wurden Poster präsentiert, die unsere Projektreffen illustrieren und von Lernenden von Red2Green gestaltet wurden. Für den englischen Partner war die Abschlusspräsentation zudem die Möglichkeit, sein europäisches, aber auch regionales Engagement hervorzuheben und sich bei den Förderbehörden und politischen Verantwortlichen positiv vorzustellen.


In den zwei Jahren europäischer Projektarbeit haben wir Einblick in drei verschiedene Institutionen mit unterschiedlichen Zielgruppen gewonnen. Der englische Partner arbeitet mit Menschen mit psychischen und physischen Behinderungen z.B. mit Autisten. Diese spielten in der Lernpartnerschaft eine große Rolle, denn sie reisten als Lernende mit und sensibilisierten alle Teilnehmenden für das Thema Autismus und die Integration von Menschen mit Behinderungen. In Frankreich waren wir wiederum von der Übersichtlichkeit und der praktischen Einrichtung der Bildungsinstitution sowie von der Präsentation des Lernmaterials beeindruckt, die einen geeigneten Rahmen für das Lernen bietet. Wir haben in den Ländern verschiedene soziale Projekte besucht, über Förderpolitik und -möglichkeiten diskutiert und so neue Impulse für die eigene Einrichtung bekommen. Die zwei Jahre kontinuierlicher Partnerschaft gaben aber auch Raum, um die Kultur, Traditionen und die Menschen der verschiedenen europäischen Regionen kennenzulernen. Manche Stereotype bewahrheiteten sich, andererseits konnten Vorurteile abgebaut werden: einer der englischen Lernenden war positiv von Deutschland und den Deutschen überrascht: “Manchmal, wenn man ein Land nicht kennt, hat man eine negative Meinung. Ich habe gelernt, meine eigene Meinung zu haben“. Das Wiedersehen während der Projekttreffen war immer mit der Freude auf bekannte Gesichter verbunden. Vor dem Hintergrund des Abschlusstreffens wurde von den Partnern der Wunsch geäußert, auch weiterhin zu kooperieren, neue Ansätze auszutauschen und vielleicht ein neues europäisches Projekt zu beantragen. Patricia Hagenbach, Leiterin des Kolping-Bildungszentrums Schwäbisch Gmünd, zieht ihr persönliches Fazit: “Wenn ich die zwei Jahre Revue passieren lasse, stelle ich ganz klar fest: die ursprünglich völlig verschieden scheinenden Einrichtungen der vier Länder haben unglaublich vieles gemeinsam und der Blick über den Tellerrand hat sich definitiv für alle gelohnt!“

EU Lebenslanges Lernen

 

Projektpartner
Red2Green, Swaffham Bulbeck, Cambridgeshire, Großbritannien
GRETA de SAINT DIE, Saint-Dié-des-Vosges, Frankreich
Liceo Scientifico Pitagora, Rende (Cosenza), Italien
Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd, Deutschland

Ansprechpartnerin
Patricia Hagenbach, Leiterin Kolping-Bildungszentrum Schwäbisch Gmünd
patricia.hagenbach@kolping-bildungswerk.de

EU-Förderprogramm
Grundtvig – Lernpartnerschaften

Fördersumme
17.000 €

Förderzeitraum
01.10.2007 - 31.07.2009

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.